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Happy Pride!

Diesen Monat feiern wir die queere Community! Wir feiern uns, wir feiern die Rechte und die Sichtbarkeit, die in den letzten Jahrzehnten erkämpft wurden und wir feiern um Energie zu schöpfen, für all die Forderungen, für die wir weiterhin kämpfen müssen. Wir können stolz sein auf uns, auf alles, was wir schon erreicht haben und alles, was wir noch erreichen werden!

Im Moment findet ein Backlash statt. Vor allem die Rechte und Sicherheit von trans und non-binären Personen werden immer weiter attackiert. Hate Crimes nehmen zu, Anlaufstellen sind überlastet. Diese Welle des Hasses wird nicht zuletzt durch die SVP und andere bürgerliche Kräfte und Medien befeuert, wenn sie trans Menschen die Existenz absprechen und versuchen, unsere Community zu spalten. Das dürfen wir nicht zulassen: Kämpfen wir vereint, Seite an Seite, gegen die cishetero Norm, gegen jede Diskriminierung und gegen das Patriarchat. Für eine Zukunft frei von Hass!

Unsere Forderungen:

  • rechtliche Gleichstellung für alle Paare und Familien
  • keine Registrierung vom Geschlecht in amtlichen Dokumenten
  • besseren Schutz für geflüchtete LGBTQIA+ Personen und die Anerkennung von Verfolgung aufgrund von der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität als Fluchtgrund
  • Ausweitung des Diskriminierungsschutzes auf die Geschlechtsidentität
  • systematische Erfassung von Hate Crimes und mehr Ressourcen für Anlaufstellen
  • Verbot von Konversionstherapien
  • Verbot von nicht medizinisch notwendigen Operationen an inter Kindern

The first pride was a riot!

Im Juni ist Pride Month, aber wie kam es eigentlich dazu?

Am 28. Juni 1969 gab es in einer queeren Bar in New York Widerstand bei einer Razzia der Polizei. In den 60ern traf sich dort die queere Community, darunter vor allem viele People of Color, aber es gab regelmässig Razzien durch die Polizei: Menschen wurden für ihre Sexualität verhaftet und dann in der Zeitung zwangsgeoutet. Am 28. Juni gab es dann erstmals Widerstand gegen diese andauernde Repression. Je nach Quelle initiiert von der trans Frau Sylvia Rivera oder von der lesbischen Frau Stormé DeLarverie, auf jeden Fall gab es eine Schlägerei, massive Polizeigewalt und in den folgenden Tagen grosse Proteste in New York. Dieser Aufstand gegen die Unterdrückung, Kriminalisierung und Diskriminierung der queeren Community am 28. Juni 1969 war ein Wendepunkt in der Geschichte des Kampfes für Gleichstellung und Toleranz. Die Bar heisst übrigens “Stonewall Inn” und liegt in der “Christopher Street”, deswegen wird weltweit im Juni der Christopher Street Day (kurz CSD) gefeiert und so an die sogenannten “Stonewall Riots” erinnert, für gleiche Rechte und gegen Diskriminierung demonstriert und eine grosse bunte Party gefeiert.

Und bei den Jungen Grünen?

Wir Jungen Grünen sind gegenüber queeren Menschen schon immer sehr offen gewesen, aber auch innerhalb unserer Partei haben wir noch Nachholbedarf:  Es ist zentral, dass wir nicht nur den Genderstern verwenden, sondern die Ideen dahinter auch verstehen und leben. Wir müssen uns bewusst werden, dass auch wir Junge Grüne als Teil einer oft noch sehr queerfeindlichen Gesellschaft von heterocisnormativen Denkweisen geprägt sind und deswegen neben politischem Engagement auch unsere eigenen nicht immer diskriminierungsfreien Strukturen hinterfragen müssen. Dazu gehört zu reflektieren, sich zu informieren und den queeren Menschen innerhalb der Partei aufmerksam zuzuhören, aber auch ganz praktisch im Alltag beispielsweise die richtigen Pronomen zu verwenden. Wir alle haben dort noch etwas Arbeit vor uns, aber gemeinsam schaffen wir das.

mitmachen

Möchtest du dich bei den Jungen Grünen mit anderen queeren Menschen vernetzen und für queere Anliegen einstehen? Dann komm in die neue AG Queer!